Diversity-Fortbildungsreihen

Die heutige Gesellschaft zeichnet sich durch eine große Vielfalt ihrer Bevölkerung aus. Daher ist der kompetente und wertschätzende Umgang mit Vielfalt - Diversity-Kompetenz - in den letzten Jahren zu einer wichtigen Schlüsselqualifikation geworden. Sie hilft uns, im Alltag und im Berufsleben mit der Unterschiedlichkeit von Menschen und Lebensentwürfen sensibel und kompetent umzugehen. Dies gilt für die Verwaltung, für Unternehmen, für Bildungseinrichtungen und Organisationen gleichermaßen.

Inzwischen gibt es in vielen Verwaltungen und Unternehmen Beauftragte für Diversity oder andere Mitarbeitende, die Diversity-Prozesse initiieren und umsetzen sollen. Um solche Prozesse gezielt begleiten und Projekte initiieren zu können, benötigen sie eine geschulte Wahrnehmung, theoretische Grundlagen sowie Methodenkompetenz.

Diversity Fortbildungsreihen vermitteln diese Kompetenzen und das notwendige Wissen. Sie bestehen aus einem Diversity-Grundlagentraining und aus Vertiefungsmodulen zu einzelnen Merkmalsdimensionen. Zusätzlich beinhalten sie Praxismodule, in denen die Teilnehmenden das Gelernte auf den eigenen Arbeitskontext anwenden können.

Methoden

Die Methoden umfassen selbstreflexive Übungen, Kleingruppenarbeit, Projektarbeit, Theorieinput, moderierte Diskussionen und kollegiale Beratung. In Theorie und Praxis erfahrene Trainer_innen führen die Module durch. Die Fortbildungsleitung begleitet die Reihe kontinuierlich.

Wir bieten Diversity-Fortbildungreihen zu folgenden Schwerpunkten an:

Diversity Multiplikator_in

Schaubild, das Diversity-Kompetenzen auflistet

Die immer größer werdende Vielfalt stellt Verwaltungen, Unternehmen wie auch Organisationen, Vereine und Träger der Zivilgesellschaft nach innen wie nach außen vor eine Reihe wichtiger Zukunftsaufgaben. Sei es die sich verändernde Struktur der Mitarbeitenden (Altersstruktur, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Inklusion, interkulturelle Öffnung etc.) oder sei es die zunehmende Vielfalt der Bürger_innen als Adressat_innen zivilgesellschaftlicher Organisationen: Diversity-Kompetenz, d.h. das Wissen über die Bedeutung dieser Vielfalt sowie ein kompetenter Umgang damit, ist von zentraler Bedeutung für die professionelle Handlungsfähigkeit geworden. Sie stellt eine Schlüsselqualifikation insbesondere für Führungskräfte dar.

Um mit der Unterschiedlichkeit von Menschen und Lebenskonzepten sensibel umzugehen und Veränderungsprozesse diversity-gerecht umsetzen und begleiten zu können, benötigen Führungskräfte und Multiplikator_innen eine geschulte Wahrnehmung, theoretische Grundlagen sowie Methodenkompetenz.

Die Fortbildungsreihe besteht aus einem Diversity-Grundlagentraining und aus Vertiefungsmodulen. Ausgehend vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) befassen sich diese Module mit den Dimensionen „Geschlecht“, „Lebensalter“, „Ethnische Zugehörigkeit und Hautfarbe“, „Behinderung“, „Religion und Weltanschauung“, „Sexuelle Identität“ und zusätzlich mit der Dimension „Sozialer Status“.

Die Teilnehmenden analysieren im Rahmen der Fortbildung ihren eigenen Arbeitsbereich und erarbeiten Maßnahmen zum Umgang mit Vielfalt.
Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Ziele

  • Erweiterung der Diversity-Kompetenz der Teilnehmenden durch die Vermittlung von fundiertem Hintergrundwissen
  • Analyse des eigenen Arbeitsfeldes und Umsetzung von eigenen Diversity-Maßnahmen
  • Förderung des Austauschs und der Vernetzung

Zielgruppe

Führungskräfte und Multiplikator_innen aus Verwaltungen, Unternehmen und aus Organisationen der Zivilgesellschaft.

Fortbildungsmodule

  • Modul 1: Diversity Grundlagentraining
  • Modul 2: Geschlechtsidentitäten
  • Modul 3: Lebensalter
  • Modul 4: Ethnische Zugehörigkeit und Hautfarbe
  • Modul 5: Behinderung
  • Modul 6: Religion und Weltanschauung
  • Modul 7: Sexuelle Orientierung
  • Modul 8: Soziale Herkunft
  • Modul 9: Transfer in die Praxis

Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentitäten (LSBTI)

Ablauf Tag 3 Les-bi-schwul 5 Prominente Zeitreise les-bi-schwule Lebenswelten Coming Out World Café Was tun?
Bild: Klaus Steinkemper

Berlin positioniert sich gegen Homo- und Transphobie sowie für eine Gesellschaft der Akzeptanz und des Respekts sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Die Teilnehmenden erhalten mit dieser Fortbildungsreihe die Gelegenheit, sich mit den Diversitydimensionen sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentitäten vertraut zu machen und das nötige Handwerkszeug  für deren Berücksichtigung im täglichen Handeln zu erwerben. Die Fortbildungsmodule sind eingebettet in das ganzheitliche Konzept von Diversity, das auch für andere Dimensionen von Vielfalt handlungsleitend ist.  

Die Fortbildungsreihe besteht aus einem Diversity-Grundlagentraining und aus Vertiefungsmodulen zu den Dimensionen sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentitäten. Den Abschluss bildet ein Praxismodul, in dem das Gelernte auf den eigenen Arbeitskontext angewendet wird.

Zielsetzung der Fortbildung

  • Erwerb einer Grundlagen-Kompetenz zu Diversity (Dimensionen der Vielfalt, Identität und Gruppenzugehörigkeiten, Vorurteile und Perspektivwechsel, individuelle, strukturelle und institutionelle Diskriminierung)
  • Informationen über rechtliche Grundlagen und über Lebens- und Arbeitssituationen und Diskriminierungsformen von LSBTI-Personen
  • Vermittlung der Bedeutung von Diversity und sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für das eigene Handeln und Anwendung auf den eigenen Arbeitskontext
  • Reflexion der eigenen Haltung mit dem Ziel eines wertschätzenden Umgangs mit LSBTI-Personen sowohl als Führungskraft als auch als Mitarbeitende

Fortbildungsmodule

  • Modul 1: Diversity Grundlagentraining (2 Tage)
  • Modul 2: Geschlechtsidentitäten (1 Tag)
  • Modul 3: sexuelle Orientierung (1 Tag)
  • Modul 4: Transfer in die Praxis (1 Tag)

Ethnische Zugehörigkeit/ Hautfarbe und Religion/ Weltanschauung

Moderationskarten werden in einem Diversity-Training spiralförmig auf dem Boden ausgelegt.

Die Berliner Gesellschaft zeichnet sich durch eine immer größer werdende Vielfalt aus. Diese ist Chance und Herausforderung zugleich. Mitarbeitende und Führungskräfte der Berliner Verwaltung sind gefragt, mit der Vielfalt in den eigenen Strukturen und in Bezug auf die Bürgerinnen und Bürger einen gelungenen Umgang zu finden. Dementsprechend wird die Kompetenz mit Vielfalt umzugehen (Diversity-Kompetenz) zu einer immer wichtiger werdenden Schlüsselqualifikation. Um sowohl fachlich als auch im Miteinander mit Kolleg_innen und Bürger_innen kompetent und diversitysensibel zu handeln, benötigen Mitarbeitende und Führungskräfte eine geschulte Wahrnehmung, theoretische Grundladen sowie praktische Handlungsanleitungen.

Der Schwerpunkt der angebotenen Diversity-Fortbildungsreihe liegt auf den Dimensionen ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe und Religion. Dieser Fokus ist insbesondere mit Blick auf den verstärkten Zuzug geflüchteter Menschen nach Berlin, die auch Verwaltung vor neue Fragestellungen stellt, von besonderer Aktualität und stellt auch Verwaltungen vor neue Fragestellungen.

Die Fortbildungsreihe bietet die Möglichkeit, fundiertes Wissen in Bezug auf die angesprochenen Schwerpunkte zu erwerben und Erfahrungen und Herausforderungen aus dem eigenen Arbeitsfeld einzubringen. Der besondere Fokus liegt dabei in der Reflexion der eigenen Wahrnehmung in Bezug auf Menschen anderer ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe und Religion. Dahinter steht die Erfahrung, dass ein sensibler Umgang mit Vielfalt bei der Wahrnehmung der eigenen Sichtweise auf andere Menschen beginnt. Zum Beispiel werden geflüchtete Menschen häufig als eine Gruppe mit bestimmten Eigenschaften wahrgenommen und dargestellt. Dabei tritt in den Hintergrund, dass sie nicht nur Geflüchtete sind, sondern gleichzeitig sehr individuelle Biographien haben. Sie habenverschiedene soziale und kulturelle Zugehörigkeiten, leben religiös – oder auch nicht etc. Die Fortbildung legt den Fokus auf diese Vielfalt der Lebensrealitäten. Dabei wird in allen Modulen die besondere Situation von geflüchteten Menschen thematisiert.

Die Fortbildungsmodule sind eingebettet in das ganzheitliche Konzept von „Diversity“, dass auch andere Dimensionen von Vielfalt einschließt. Die Fortbildungsreihe besteht aus einem Diversity-Grundlagentraining und aus Vertiefungsmodulen zu den genannten Dimensionen. Den Abschluss bildet ein Praxismodul, in dem das Gelernte auf den eigenen Arbeitskontext angewendet wird. Die Methoden umfassen selbstreflexive Übungen, Kleingruppenarbeit, Theorieinputs, moderierte Diskussionen und kollegiale Beratung.

Fortbildungsmodule

  • Modul 1: Diversity Grundlagenmodul (2 Tage)
  • Modul 2: Dimension "ethnische Zugehörigkeit/ Hautfarbe" (1 Tag)
  • Modul 3: Dimension "Religion" (1 Tag)
  • Modul 4: Transfer in die Praxis (1 Tag)  

Nächste Fortbildungsreihe

Januar bis März 2017 für Mitarbeitende und Führungskräfte der Berliner Senats- und Bezirksverwaltungen