Diversity Trainings

In Diversity Trainings und Workshops bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich mit den Themen der kulturellen, religiösen und sozialen Vielfalt einführend oder auch vertiefend auseinanderzusetzen.

Diversity Trainings bzw. Workshops sind Sensibilisierungstrainings zur Schärfung des Bewusstseins für Diskriminierungsmechanismen und die Entstehung und Wirkung von Vorurteilen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Dabei steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung und den eigenen Werten und Verhaltensweisen im Fokus.

Ich empfehle das Diversity Training, weil es hilft, eigenes Denken zu hinterfragen.

Stimme einer_s Teilnehmenden

Im Diversity Training werden alle Diversity-Kerndimensionen gezielt angesprochen. Dieser horizontale  Ansatz ermöglicht es, Mehrfachzugehörigkeiten einerseits als Potenziale zu erkennen und andererseits für Diskriminierung im Zusammenhang mit Mehrfachzugehörigkeiten zu sensibilisieren.

In einem geschützten Rahmen können die Teilnehmenden eigene Erfahrungen in die Diskussionen einbringen, ihre Einstellungen kritisch hinterfragen und einen sichereren Umgang mit Differenz erwerben.

Ziel von Diversity Trainings ist, die individuelle Diversity-Kompetenz und Teamfähigkeit zu erweitern und das Organisationsklima zu verbessern.

Grundlagentraining

nächster Termin

8. und 9. September 2017

Es sind noch wenige Plätze frei, Anmeldeschluss verlängert bis zum 5. September!

Flyer

Diversity Grundlagentrainings

eignen sich zur Einführung und zum Kennenlernen des Diversity-Ansatzes. Sie erwerben grundlegendes Wissen rund um das Thema Vorurteile und Diskriminierung und erweitern Ihre Handlungskompetenz zum Umgang mit Vielfalt in Ihrem beruflichen und sozialen Alltag.

Vertiefungstrainings mit verschiedenen Schwerpunkten

bieten die Möglichkeit, sich  intensiv mit den einzelnen Diversity-Kerndimensionen auseinanderzusetzen. Dazu gehören ethnische Zugehörigkeit/ Hautfarbe, Religion/ Weltanschauung, Lebensalter, Geschlecht, soziale Herkunft, Behinderung und sexuelle Orientierung.

Besonders gut gefallen hat mir der kollegiale Austausch im Umgang mit Diversity in der täglichen Arbeit.

Stimme einer_s Teilnehmenden

Methoden

Alle Trainings und Fortbildungen zeichnen sich durch eine Vielfalt an Methoden aus. Sie sind abwechslungsreich in Theorie und Praxis. Zum Einsatz kommen interaktive Übungen zur Selbsterfahrung, Fallstudien, Theater- und Kreativmethoden, Diskussionen im Plenum, Einzel- und Gruppenübungen sowie Videofallstudien.

Einsatz von Trainer_innen

Diversity-Trainings von EINE WELT DER VIELFALT werden grundsätzlich in einem Team von zwei Trainer_innen durchgeführt, die sich fachlich und in ihren Diversity-Dimensionen ergänzen.

Formate

Das Diversity Grundlagentraining dauert in der Regel zwei Tage, ein Vertiefungstraining kann ein bis zwei Tage umfassen.

Das Format des Trainings wird den Wünschen und Bedarfslagen des jeweiligen Teams bzw. der jeweiligen Teilnehmenden-Gruppe angepasst. In einem Vorbereitungsgespräch wird der optimale Rahmen für das Training definiert.

Kosten

Die Kosten richten sich nach dem zeitlichen Umfang der Trainings und dem Vorbereitungsaufwand.

Wenn Sie Interesse an einem unserer Trainings haben, rufen Sie uns bitte an oder schreiben uns eine E-Mail!

Diversity Grundlagentraining

Flipchart, das den Ablaufplan eines Diversitytrainings zeigt
Bild: Klaus Steinkemper

Im Diversity-Grundlagentraining erweitern Sie Ihre persönlichen Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt und erwerben damit eine Schlüsselqualifikation für Beruf und Alltag. Das Training bietet eine Kombination aus Wissensvermittlung und praktischen Übungen. In einem geschützten Raum haben Sie die Möglichkeit, sich kritisch mit der eigenen Wahrnehmung und Identität auseinanderzusetzen und ein Bewusstsein für die Entstehung und Wirkung von Vorurteilen und Diskriminierung zu erwerben. Anhand eigener Beispiele erlernen Sie konkrete Handlungsalternativen für den Umgang mit schwierigen Situationen.

Zentrale Themen

  • Was bedeutet Diversity?
  • Wie entstehen Vorurteile und Stereotypen und welche Auswirkungen haben sie?
  • Was ist Diskriminierung?
  • Welche Formen von Diskriminierung gibt es?
  • Wie kann ich diversitysensibel in meinem privaten und beruflichen Alltag handeln?

Bausteine

  • Baustein 1: Einstieg und Kennen Lernen
  • Baustein 2: Identität und Gruppenzugehörigkeit
  • Baustein 3: Kulturelles Bewusstsein
  • Baustein 4: Kommunikation und Sprache
  • Baustein 5: Wahrnehmung/Interpretation
  • Baustein 6: Stereotype und Vorurteile
  • Baustein 7: Perspektivenwechsel
  • Baustein 8: Persönliche Aktionsplanung
  • Baustein 9: Abschluss und Ausstieg  

Das nächste offene Training findet am 8. und 9. September 2017 in Berlin statt. Es sind noch wenige Plätze frei, der Anmeldeschluss wurde verlängert bis zum 5. September 2017!

Flyer zur Anmeldung

Diversity Training Religion und Weltanschauung

Deutschland ist zur Heimat von vielen Religionen und Weltanschauungen geworden. Besonders in interkulturellen Alltags-Konflikten innerhalb der Einwanderungsgesellschaft spielen religiöse und weltanschauliche Unterschiede immer wieder eine zentrale Rolle. Die religiöse oder weltanschauliche Identität eines Menschen bildet einen primären Persönlichkeitsbereich. Als ein zentrales Menschenrecht sind darum Religionsfreiheit und Diskriminierungsschutz durch das Grundgesetz, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie europäische und internationale Vereinbarungen rechtlich verankert. Trotzdem gibt es im Alltag einer multikulturellen Gesellschaft - am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Amt - immer wieder Konflikte, die sich auf Religion beziehen.

Ausgehend von einer Diversity Perspektive gilt es eine dialogische Haltung der Wertschätzung im Umgang mit der Vielfalt der religiösen, weltanschaulichen und Glaubensidentitäten zu entwickeln und zum Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung beizutragen. Der Erwerb interreligiöser Kompetenz und Konfliktlösungsfähigkeiten spielen zunehmend eine wichtige Rolle im Alltag, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewährleisten.

Zentrale Themen

  • Was bedeutet Religion bzw. Weltanschauung für mich persönlich?
  • Welche Stereotypen und Vorurteile stehen im öffentlichen Diskurs in Bezug auf Religion und Weltanschauung und wie wirken sie?
  • Was bedeutet Diskriminierung in Bezug auf Religion und Weltanschauung?
  • Warum ist religiöse und weltanschauliche Vielfalt ein Potenzial für die Gesellschaft?
  • Wie kann ich sensibel mit Religion / Weltansschaung umgehen?
  • Wie können wir institutionelle und kollektive Strategien zur Schaffung von inklusiven interkulturellen und interreligiösen Lebensräumen entwickeln?

Diversity Training ethnische Zugehörigkeit und Hautfarbe

Jedem Menschen ist eine ethnische Zugehörigkeit und Hautfarbe zu eigen. Das Zusammenspiel von Selbst- und Fremdwahrnehmung dieser Merkmale beeinflusst Identität, gesellschaftliche Stellung, beruflichen und privaten Alltag der_des Einzelnen. Die Wahrnehmung von Menschen „anderer“ ethnischer Zugehörigkeit/ Hautfarbe ist vielfach von Vorurteilen und Stereotypen geprägt und kann sich zu Diskriminierung und Rassismus verfestigen.

Das Diversity Training mit dem Schwerpunkt „ethnische Zugehörigkeit/ Hautfarbe“ bietet die Möglichkeit der vertieften Beschäftigung mit diesen Identitätsmerkmalen. Mittels Sensibilisierungsübungen wird der Blick in Richtung struktureller und institutioneller Ungleichbehandlung geöffnet. Anhand der Diversity-Philosophie wird aufgezeigt, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile mit Vielfalt verbunden sind. Im praxisorientierten Schlussteil werden Handlungsoptionen für Berufs- und Alltagskontext erarbeitet und vermittelt, wie Vielfalt als Ressource und Bereicherung behandelt und nutzbar gemacht werden kann.

Zentrale Themen

  • Was verbinde ich mit der Zugehörigkeit oder Hautfarbe von Menschen?
  • Wie entstehen Vorurteile und Stereotypen und welche Auswirkungen haben sie?
  • Was sind Formen gesellschaftlicher Diskriminierung aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit/ Hautfarbe?
  • Was ist Rassismus?
  • Was ist Intersektionalität?
  • Perspektivwechsel – von einer defizitorientierten zu einer ressourcenorientierten Wahrnehmung der Einwanderungsgesellschaft in Deutschland?
  • Wie kann ich zum Abbau von Alltags- und strukturellen Rassismen beitragen?
  • Wie können wir inklusive, gesellschaftliche Strukturen etablieren?

Diversity Training Behinderung

Menschen mit Behinderungen sind in ihrem Alltag mit vielfältigen und oft negativen Bildern und Vorurteilen konfrontiert. Sie sind von einer selbstbestimmten Teilhabe zumeist weit entfernt.

Im Training haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit den eigenen Sichtweisen über Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen, deren Wurzeln besser zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Sie erhalten Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und zur UN-Behindertenrechtskonvention.

Ziele des Trainings ist es, die Kompetenz im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu erweitern und Handlungsansätze für den eigenen beruflichen und sozialen Alltag zu entwickeln.

Zentrale Themen

  • Welche Bilder habe ich über Menschen mit Behinderung?
  • Wodurch wurden diese geprägt?
  • Wie sind die öffentlichen Diskurse?
  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es und welche Konsequenzen haben sie für Menschen mit Behinderung?
  • Was besagt die UN-Behindetenrechtskonvention?
  • Welche Perspektiven haben Menschen mit Behinderung?
  • Was kann ich persönlich dazu beitragen, dass mehr Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben können?

Diversity Training soziale Zugehörigkeit

Pinnwand mit Moderationskarten zum Thema soziale Herkunft
Übung: Ein Symbol für meine eigene soziale Herkunft

Die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen prägt unsere Erfahrungen im Alltag und unseren Lebensweg. Sie eröffnet uns Möglichkeiten oder schließt Türen. Sie formt unsere Werte und Einstellungen. Soziale Gruppen sind in den vorherrschenden gesellschaftlichen Machtverhältnissen ungleich verortet. Diese Hierarchien sind uns häufig  nicht bewusst.

Durch vielfältige interaktive Methoden wird die Auseinandersetzung mit der eigenen sozialen Herkunft und dem aktuellen sozialen Status angeregt. Eigene Bilder und Vorurteile über soziale Gruppen in der Gesellschaft werden reflektiert. Wissen über Benachteiligung und Ausgrenzung aufgrund sozialer Zugehörigkeiten wird vertieft.

Zentrale Themen

  • Welche Werte und Haltungen wurden mir durch meine soziale Herkunft vermittelt?
  • Welche Bilder und Vorurteile habe ich über unterschiedliche soziale Gruppen?
  • Welche Rolle spielt soziale Zugehörigkeit in der Verschränkung mit anderen Diversity-Dimensionen?
  • Welche Rolle spielt soziale Ausgrenzung in meinem Berufsalltag?
  • Wie kann ich in meinem sozialen und beruflichen Alltag diversitysensibel mit sozialer Ausgrenzung umgehen und Chancengleichheit fördern?

Diversity Training Sprache und Diskriminierung

Flipchart mit Zeichnungen zum Sprachprofil von Teilnehmenden

Sprache ist ein machtvolles Mittel, das unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung unserer Umwelt formt. Sprache schafft Bilder und Einstellungen, beeinflusst unser Selbstvertrauen und unsere persönliche Entfaltung. Sie setzt Grenzen, verbindet oder trennt. Sprache und Bilder prägen unser Bewusstsein. Daher ist es wichtig, zu reflektieren, was wir mit unserer Sprache, mit Bildern, Texten und sogar mit dem, was wir nicht sagen, (re-) produzieren, welche Realitäten wir schaffen. 

Die Auseinandersetzung mit diskriminierender und gewaltvoller Sprache und die Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Sprache ist gerade auch deshalb wichtig, da Sprache über alle menschlichen Dimensionen hinweg wirksam ist. Unsensible Sprache bzw. diskriminierende Ausdrücke, die heute Frauen verletzen, können in einer anderen Situation, manchmal auch gleichzeitig, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Lesben, Schwule und ältere Menschen verletzen.

Das Training bietet die Möglichkeit sich mit dem eigenen Sprachgebrauch auseinanderzusetzen. Wie bewusst gehen wir mit Sprache um? Gibt es Situationen, in den wir selbst oder andere Menschen ausgrenzende Begriffen benutzen? Wie reagieren wir, wenn wir darauf angesprochen werden: beschämt, verärgert, hilflos ...? Diese und andere Fragen sind Schwerpunkt der interaktiven Auseinandersetzung im Training.

Zentrale Themen

  • Welche Bedeutung hat Sprache für mich?
  • Wann und wie wirkt Sprache diskriminierend?
  • Wie gehe ich mit Ausgrenzung durch Sprache in meinem sozialen und beruflichen Alltag um?
  • Wie kann ich diversitysensibel kommunizieren?